Anlässlich unseres 135‑jährigen Bestehens durften wir am Pfingstwochenende zwei ganz besonderes Ereignis feiern: Das Hallenfest und die feierliche Segnung unseres neuen Feuerwehrfahrzeuges, eines LFBA, sowie unserer aufwendig restaurierten Feuerwehrfahne. Dieses Jubiläum bot einen würdigen Rahmen, um Tradition und Fortschritt gleichermaßen zu ehren.
Hallenfest
Den festlichen Auftakt bildete das Hallenfest am Freitagabend. Punkt 19:00 Uhr wurde dieses von der schwungvollen Musikgruppe „Selberbrennt’n“ eröffnet und sorgte von Beginn an für herausragende Stimmung. In geselliger Atmosphäre genossen die zahlreichen Besucher ein vielseitiges Angebot – von einer gut bestückten Bar bis hin zur liebevoll gestalteten Weinlaube mit erlesenen Tropfen. Auch kulinarisch ließ das Fest keine Wünsche offen.
Als sich der Abend dem Höhepunkt näherte, brachte DJ Walter die Stimmung zum Kochen und sorgte für ausgelassene Feierlaune bis tief in die Nacht hinein. So wurde der erste Festtag zu einem unvergesslichen Erlebnis voller Gemeinschaft, Freude und Kameradschaft.
Feierliche Fahrzeug- und Fahnensegnung
Unter dem wohlwollenden Blick eines strahlenden Himmels versammelte sich die gesamte Wehr mitsamt den angereisten Fahnenabordnungen vor dem Gerätehaus, wo Oberbrandinspektor Christian Schreiner die Mannschaft in gewohnter Ordnung antreten ließ. Nach der formellen Übergabe des Kommandos erstattete Hauptbrandinspektor Josef Posch die Meldung an die anwesenden Ehrengäste – allen voran Landesrätin Astrid Mair, Bürgermeister Ing. Martin Plank und Bezirksfeuerwehrkommandant Thomas Reiner.
Im Anschluss an das feierliche Abschreiten der Front setzte sich der Festzug, begleitet von den klangvollen Märschen der Musikkapelle Thaur, in Richtung der Vigilkirche in Bewegung. Dort wurde um 9:00 Uhr die Heilige Messe zelebriert, welche einen würdevollen und zugleich besinnlichen Auftakt dieses besonderen Festtages bildete.
Festgottesdienst und würdige Segnung
Die Feierlichkeit wurde durch die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Feuerwehrwesen und dem Ortsleben in besonderer Weise bereichert. Neben den Vertretern aus Landes- und Gemeindepolitik sowie der Feuerwehrführung durften auch die Ehrenmitglieder der Wehr, die Fahnenpatin Maria Schaur, die Frauen der Ausschussmitglieder sowie die Abordnungen der örtlichen Vereine und umliegenden Feuerwehren willkommen geheißen werden.
In seiner Predigt würdigte Pfarrer Chukwu den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehr für die Gemeinschaft und brachte seinen Dank für die stete Einsatzbereitschaft zum Ausdruck. Zugleich sprach er die Hoffnung aus, dass Gott und der heilige Florian weiterhin schützend ihre Hände über die Kameradinnen und Kameraden halten mögen.
Im Anschluss an das Hochamt erfolgte die Segnung der restaurierten Feuerwehrfahne – ein Moment von besonderer symbolischer Bedeutung, steht sie doch für die Tradition, den Zusammenhalt und die Werte der Feuerwehr. Dieser feierliche Augenblick wurde jedoch von einer stillen Trauer begleitet: Die langjährige Fahnenpatin Berta Puelacher war in derselben Woche verstorben und konnte die erneuerte Fahne nicht mehr in ihrem neuen Glanz erleben. Ihr Andenken wurde in würdevoller Weise in das Gedenken der Festgemeinde eingeschlossen.
Daraufhin wurde auch das neue Einsatzfahrzeug seiner Bestimmung übergeben und kirchlich gesegnet – ein sichtbares Zeichen für die stetige Weiterentwicklung und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Thaur zum Wohle der Bevölkerung.
Ehrungen verdienstvoller Kameraden
Der festliche Rahmen bot darüber hinaus Gelegenheit, verdiente Kameraden für ihre langjährige und pflichtbewusste Tätigkeit im Feuerwehr- und Rettungswesen zu ehren. In Anerkennung ihres Einsatzes wurden durch das Land Tirol folgende Auszeichnungen verliehen:
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Für 25 Jahre verdienstvolle Tätigkeit: Franz Posch
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Für 40 Jahre verdienstvolle Tätigkeit: Werner Isser
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Für 50 Jahre verdienstvolle Tätigkeit: Martin Öttl sen.
Es folgten die Ansprachen der Ehrengäste, in denen sowohl die Bedeutung des Feuerwehrwesens für die Gesellschaft als auch die besonderen Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr Thaur gewürdigt wurden.
Nach der kirchlichen Feier setzte sich der Festzug wieder in Bewegung und marschierte zurück in Richtung Gerätehaus. Vor dem Alten Gericht fand schließlich die Defilierung statt, bei welcher die angetretenen Formationen im strammen Schritt und unter dem Kommando „Recht schaut!“ an den Ehrengästen vorbeimarschierten.
Den feierlichen Ausklang des Festaktes bildete ein Platzkonzert der Musikkapelle Thaur beim Gerätehaus, das den Tag in kameradschaftlicher und festlicher Atmosphäre abrundete.
So bleibt dieser Pfingstsonntag als ein denkwürdiger Tag in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Thaur verankert – als Ausdruck gelebter Tradition, kameradschaftlicher Verbundenheit und des gemeinsamen Dienstes am Nächsten.













































